Die Kampagne reagiert auf das globale Problem des Plastiks im Ozean und zielt darauf ab, das Bewusstsein unter den Menschen zu schärfen. Die Sensibilisierungs- und Reinigungskampagne an den Ufern der Mündung des Sado Mariscar SEM Lixo hat sich drei Aufgaben gestellt:

  • direkte Sensibilisierungsmaßnahmen für Muschelsammler, (Netzwerk von Guardians of the Sea),
  • Frauen aus der Fischergemeinschaft, die als Sensibilisierungsagenten ausgebildet werden;
  • und ein Netzwerk lokaler Aktivsten aufzubauen, um Lösungen zu implementieren, die Plastik im Ozean vermeiden (durch Sensibilisierung, Wertschöpfung für Plastik und andere recycelbare Abfälle).

 

Fotoquelle: Youtube

Mariscar SEM Lixo basiert auf freiwilligen Verpflichtungen, die auf der Ozeankonferenz der Vereinten Nationen (# OceanAction15410) zur Erreichung einer nachhaltigen Entwicklung aufgestellt wurden. Seit Beginn der Kampagne im März 2016 haben die Aktivisten jeden Monat die Sado-Mündung mit Freiwilligen aus den Gemeinden, Schulen oder Unternehmen gereinigt. Jedes Jahr führen sie drei wichtige Sensibilisierungs- und Reinigungsmaßnahmen durch an denen sich auch die Fischergemeinde und andere Freiwillige beteiligen.

Die Mariscar SEM Lixo-Kampagne wird von der Oceano Azul Foundation, dem Oceanário de Lisboa und der Oak Stiftung unterstützt. Mit der Finanzierung haben sie die wichtigsten Maßnahmen und Schulungen eines Netzwerks von Frauen in der Fischereigemeinschaft umgesetzt, die nun selbst zu Aktivisten geworden sind.

 

Tourismus in Portugal:  Wer möchte schon zwischen Plastiktüten schwimmen?

Niemand, und doch ist der Müll an den Stränden ein großes Problem in Portugal. Dabei könnten Urlauber viel gegen die Plastikflut tun.

Jeder kennt solche Bilder: Im Wasser treiben Plastikflaschen, dünne Kunststofftüten, Ohrenstäbchen, am Strand liegen Zigarettenstummel, Tampons und Fast-Food-Verpackungen im Sand. Solche Einwegartikel machen den Großteil des Mülls aus, der an den Stränden gefunden wird. Eine oft eklige Hinterlassenschaft. Wer möchte schon zwischen Plastiktüten schwimmen, seinen Liegestuhl im Müll aufstellen? "Outdoorfans und naturverbundene Urlauber wünschen sich eine plastikfreie Natur. Viele Gäste reagieren da sehr empfindlich ohne die eigene Rolle bei diesem Problem zu sehen. Empfindlich reagieren bedeutet oft: Sie kommen nicht wieder, buchen ein anderes, hoffentlich sauberes Ziel.

Doch die Zeiten ändern sich und oft machen es die jungen Surfer in ihrer freien Zeit vor, was man gegen die nicht endend werdende Flut von Plastikmüll tun kann. Ganze Reisegruppen tun sich zusammen, um ein paar Stunden ihres Urlaubs Plastikmüll am Strand zu sammeln. Das tut nicht weh und trägt dazu bei, die Natur etwas sauberer zu halten. Diese Initiativen kommen auch bei der einheimischen Bevölkerung gut an, denn nach Abreise der Touristen sind sie es häufig, die mit dem liegen gebliebenen Müll fertig werden müssen. So erhält die portugiesische Kampagne MAR SEM LIXO Schützenhilfe von den Sommertouristen. Eine Entwicklung die es zu fördern gilt.

Quelle: Gutes tun am Strand #casafari

 

Auch in Brasilien gibt es eine Initiative - Mar sem Lixo

So wie in Portugal entstehen auch in Brasilien viele neue Gruppen, die sich die Reinigung der Meeresstrände und Gewässer von Plastikmüll zum Ziel gesetzt haben. Laut der Facebookseite sollen sich schon 500.000 Menschen dazu bereit erklärt haben Müll zu sammeln und es gibt in jedem Jahr zum Ende der Sommersaison ausgedehnte Kampagnen, wie auf diesem Plakat zu sehen ist.